Mit dem wöchentlichen Gefrierfach-Check sparen

Author Lina

Lina

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Ever wonder if in deinem Gefrierfach gerade ein kostenloses Abendessen liegt, das du komplett vergessen hast? Genau das ist mir passiert: Ich wollte eigentlich einkaufen gehen und entdeckte stattdessen Gemüse, Brot und eine Portion Chili. Mein Einkauf wurde plötzlich deutlich kleiner – und ich hatte Essen für fast zwei Tage.

Seitdem mache ich einmal pro Woche einen kurzen Gefrierfach-Check. Keine komplizierte Inventarliste, kein perfektes Meal Prep. Nur zehn Minuten, in denen ich nachsehe, was schon da ist und bald gegessen werden sollte.

Das klingt fast zu simpel, um wirklich Geld zu sparen. Aber gerade deshalb funktioniert es für mich.

Warum das Gefrierfach schnell zum blinden Fleck wird

Im Kühlschrank sehe ich sofort, wenn etwas übrig ist. Im Gefrierfach verschwinden Lebensmittel dagegen hinter Tüten, Boxen und einer überraschend großen Menge Eis.

Dann kaufe ich neue Tiefkühlpizza, obwohl hinten noch eine liegt. Oder ich hole frisches Gemüse, während die angebrochene TK-Packung seit Wochen auf ihren Einsatz wartet. Das Problem ist nicht unbedingt, dass zu wenig Essen da ist. Ich weiß nur nicht mehr, was da ist.

Mein erster Check brachte Folgendes ans Licht:

  • zwei Portionen selbst gekochte Tomatensoße
  • eine halbe Packung Erbsen
  • mehrere Scheiben Brot
  • gefrorene Beeren
  • eine einzelne Portion Suppe
  • sehr viele Eiswürfel, aber das ist eine andere Geschichte

Daraus wurden Pasta, Suppe mit Brot und Porridge mit Beeren. Für diese Mahlzeiten musste ich kaum etwas zusätzlich kaufen.

So funktioniert mein wöchentlicher Gefrierfach-Check

Ich mache den Check meistens vor dem Wocheneinkauf. So kann ich die vorhandenen Lebensmittel direkt in meine Planung einbauen.

Mein Ablauf ist bewusst einfach:

  1. Ich nehme alles kurz heraus, was ich nicht sofort erkenne.
  2. Ich prüfe, welche Packungen bereits geöffnet sind.
  3. Ich suche zwei bis drei Dinge aus, die ich in der nächsten Woche essen möchte.
  4. Ich schreibe diese Dinge ganz oben auf meine Essensliste.
  5. Fehlende Zutaten kommen auf die Einkaufsliste.

Mehr mache ich nicht. Ich wiege nichts ab und erstelle keine Tabelle mit zwölf Kategorien. Eine Notiz auf dem Handy reicht völlig.

Meine aktuelle Vorlage sieht so aus:

Diese Woche aus dem Gefrierfach:

- __________________
- __________________
- __________________

Dafür noch kaufen:

- __________________
- __________________

Drei Lebensmittel sind überschaubar. Wenn ich versuche, sofort das ganze Gefrierfach leer zu essen, fühlt es sich schnell wie eine Aufgabe an. Drei Dinge bekomme ich meistens unter.

Probier das in 10 Minuten

Keine Zeit für Wochenplanung? Dann reicht dieses Mini-Experiment:

Minute 1–3: Öffne das Gefrierfach und verschaffe dir einen Überblick.

Minute 4–6: Wähle eine Hauptzutat oder eine fertige Portion aus.

Minute 7–8: Überlege, welche einfache Mahlzeit daraus werden könnte.

Minute 9–10: Schreibe maximal drei fehlende Zutaten auf.

Aus gefrorenem Gemüse kann zum Beispiel eine schnelle Pfanne werden. Brot passt zu Suppe oder wird zu Toast. Beeren funktionieren im Porridge, Joghurt oder Smoothie. Eine kleine Portion Soße lässt sich mit Nudeln und etwas Gemüse strecken.

Das Ziel ist nicht, besonders kreativ zu kochen. Es geht darum, eine Mahlzeit zu finden, die gut genug ist.

Wie viel lässt sich damit sparen?

Bei mir ist es kein riesiger Betrag auf einmal. Oft sind es vielleicht €5 bis €10 weniger beim Einkauf, weil ich eine Mahlzeit nicht komplett neu kaufen muss. In manchen Wochen spare ich kaum etwas. In anderen entdecke ich genug für mehrere Tage.

Der größere Unterschied ist für mich, dass weniger Lebensmittel unbemerkt alt werden. Früher habe ich manchmal etwas entsorgt, weil ich nicht mehr wusste, wann ich es eingefroren hatte. Jetzt beschrifte ich selbst gekochte Portionen mit Inhalt und Datum. Ein Stück Klebeband und ein Stift reichen.

Nebenbei verstehe ich dadurch besser, wo mein Geld tatsächlich hingeht. Ich notiere meine Einkäufe manchmal direkt in einer Budget-App wie Monee, aber eine einfache Handy-Notiz funktioniert genauso. Es geht nicht um Kontrolle oder schlechtes Gewissen, sondern nur darum, Muster zu erkennen.

Was ich gern früher gewusst hätte

Ein Gefrierfach muss nicht ordentlich aussehen wie in einem Organisationsvideo, um nützlich zu sein. Meins ist immer noch nicht perfekt sortiert. Aber ich weiß inzwischen meistens, was darin liegt.

Hilfreich ist außerdem eine kleine „Zuerst essen“-Ecke. Dort landen offene Packungen und ältere Portionen. So muss ich nicht jedes Mal alles durchsuchen.

Der wöchentliche Gefrierfach-Check ist keine spektakuläre Sparmethode. Er ist einfach eine kleine Gewohnheit, die vorhandenes Essen wieder sichtbar macht. Und manchmal ist ein vergessenes Abendessen im Gefrierfach schon ein ziemlich guter kleiner Gewinn.

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