Pick your model
Modell A: DIY‑first (mit klarer Grenze)
Passt, wenn ihr gern selbst anpackt, Lernen okay ist und ihr Zeit nicht als knappstes Gut empfindet.
Modell B: Pro‑first (mit klarer Grenze)
Passt, wenn Zeit/Stress euer Engpass ist, ihr zuverlässige Ergebnisse braucht oder das Thema Streitpotenzial hat.
Modell C: Hybrid (ihr entscheidet pro Aufgabe)
Passt, wenn ihr unterschiedlich tickt: eine Person liebt DIY, die andere will Ruhe. Hybrid schützt Beziehung und Ergebnis.
Der Kosten‑Zeit‑Budget‑Test (ohne EUR‑Beträge)
Wir nutzen einen einfachen Test, der nicht nach „Wer hat recht?“ klingt, sondern nach „Was ist für uns als Team sinnvoll?“. Ihr braucht nur drei Zahlen: Zeit, Stress, Budget‑Quote.
Schritt 1: Definiert, was „gut genug“ bedeutet
Copy‑Paste‑Regel:
- „Gut genug“ = sicher, dauerhaft, passend zu unserem Alltag.
- „Perfekt“ ist optional und wird nicht als Pflicht verkauft.
Kurzprompt:
- „Woran merken wir in drei Wochen, dass es sich gelohnt hat?“
Schritt 2: Rechnet mit Zeit in Blöcken, nicht in Stunden
DIY wird oft unterschätzt, weil die „Nebenzeit“ fehlt.
Copy‑Paste‑Regel:
- DIY‑Zeit = Planen + Kaufen + Machen + Nacharbeit + Aufräumen + Puffer.
- Wir schätzen in Zeitblöcken (z. B. ‘ein Abend’, ‘ein halber Samstag’), nicht in Einzelstunden.
Kurzprompt:
- „Welche Teile nerven uns erfahrungsgemäß am meisten: Planung, Einkauf oder Nacharbeit?“
Schritt 3: Setzt eine Stress‑Ampel
Stress ist ein echter Kostenfaktor, nur schwer in Zahlen zu pressen.
Copy‑Paste‑Regel:
- Grün: macht sogar Spaß → DIY ist wahrscheinlich okay.
- Gelb: machbar, aber nur mit klarer Grenze → Hybrid oder Profi.
- Rot: führt zu Streit/Überforderung → Profi oder Outsourcing.
Kurzprompt:
- „Wird das bei uns eher Teamgefühl oder eher ‘Ich hab’s doch gesagt’ erzeugen?“
Schritt 4: Entscheidet über eine Budget‑Quote (gemeinsam, einmal)
Hier kommt eure „Numbers policy“ ins Spiel: keine Beträge, nur Regeln.
Copy‑Paste‑Regel:
- Profi ist erlaubt, wenn die Kosten ≤ X % unseres Monats‑Take‑Home oder ≤ Y % unseres aktuellen Projekt‑Budgets.
- Wenn es darüber liegt, entscheiden wir bewusst: verschieben, vereinfachen oder Hybrid.
Fairness‑Optionen (2–3 Modelle):
- 60/40 nach Nettoeinkommen (für gemeinsame Profi‑Kosten)
- 50/50 (wenn ihr euch als „gleiches Projekt‑Team“ fühlt)
- Fixer Grundanteil + Rest nach Einkommen (z. B. beide zahlen den gleichen Basis‑Teil, der Rest wird pro rata geteilt)
Eure Hausregeln: Gemeinsam zahlen, privat genießen
Damit Geld nicht zum Kontrollinstrument wird, trennen wir „Essentials“ von „Treats“.
Copy‑Paste‑Regeln:
- Gemeinsam (Joint essentials): Dinge, die beide nutzen oder die Sicherheit/Grundfunktion betreffen (z. B. Reparaturen, Handwerker, Pflichtwartung).
- Privat (Personal treats): alles, was nur einer Person Freude bringt oder ein Luxus‑Upgrade ist.
- Upgrade‑Regel: Wenn eine Person „mehr“ will als nötig, zahlt sie den Upgrade‑Anteil privat.
Kurzprompt:
- „Was ist das Minimum, das wir beide wirklich brauchen — und was ist ‘nice to have’?“
Drei typische Anwendungsfälle (copy‑paste)
1) Zuhause: Reparatur oder Renovierung
Copy‑Paste‑Entscheidungsregel:
- Sicherheit/Haftung = Profi.
- Optik/Komfort = Test nach Zeit‑Block + Stress‑Ampel.
- Wenn DIY: wir stoppen nach zwei Zeit‑Blöcken und entscheiden neu (ohne Vorwürfe).
2) Urlaub: Planen wir selbst oder buchen wir Hilfe?
Copy‑Paste‑Regel:
- Reise‑Fund: monatlich X % vom Take‑Home (gemeinsam) nach eurem Split‑Modell.
- Planungsaufwand: Wenn die Planung gelb/rot ist, ist „Profi‑Support“ erlaubt (z. B. Pauschal‑Bausteine).
- Private Extras (Upgrade‑Hotel, besondere Aktivität) bleiben privat.
3) Alltag: Einkaufs‑ und Haushaltskram (DIY vs. Lieferservice/Putzhilfe)
Copy‑Paste‑Regel:
- Essentials laufen über ein gemeinsames Budget (z. B. Lebensmittel, Standard‑Haushalt).
- Zeit‑Trade: Wenn eine Option pro Woche mehr als einen Zeit‑Block frisst und Stress gelb/rot ist, ist Outsourcing okay – innerhalb eurer Budget‑Quote.
- Keine Polizei: Wir tracken Kategorien grob, nicht jedes Detail.
Gesprächs‑Prompts, die fair bleiben
- „Welche Ressource ist gerade knapper: Zeit, Energie oder Geld?“
- „Was wäre die kleinste Lösung, die das Problem zuverlässig löst?“
- „Welche Variante fühlt sich für uns beide respektvoll an, auch wenn sie nicht ‘optimal’ ist?“
- „Was brauchen wir, damit niemand nachher das Gefühl hat, draufgezahlt zu haben?“
If this feels hard, start here
Copy‑Paste‑Fallback‑Regel:
- Alles, was Sicherheit/Haftung betrifft, ist Profi und wird nach Einkommen geteilt.
- Alles andere ist DIY – aber mit einer Stopp‑Regel nach zwei Zeit‑Blöcken.
- Luxus‑Upgrades sind privat.

