So sparst du bei Nachtschichten Geld fürs Essen

Author Maya & Tom

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Bei Nachtschichten kannst du beim Essen sparen, indem du deine Verpflegung vor dem Dienst festlegst: eine passende Mahlzeit, einen Snack bei Bedarf und etwas zu trinken. Dazu gehört eine einfache Reserve für Tage, an denen Kochen ausfällt. So musst du in der Pause seltener spontan etwas kaufen.

Dafür brauchst du keinen Kühlschrank voller identischer Fitnessboxen. Ein kleiner Plan für deine nächsten Dienste reicht als Anfang.

Plane nach deinem Dienstplan

Schau vor dem Einkauf nach, wie viele Nachtschichten anstehen und wann du tatsächlich zu Hause isst. Prüfe auch, was am Arbeitsplatz verfügbar ist: Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher oder eine nachts geöffnete Kantine.

Notiere für jeden Dienst:

  • Was du vor der Arbeit essen möchtest.
  • Welche Mahlzeit du mitnimmst.
  • Welchen Snack du bei zusätzlichem Hunger dabeihast.
  • Was nach der Schicht zu Hause bereitsteht.

Ein Vorratscheck, ein Speiseplan und eine Einkaufsliste helfen dabei, gezielter einzukaufen und weniger wegzuwerfen. Das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale.

Plane dabei nach deinen tatsächlichen Pausen und deinem Hunger. Sparen sollte nicht bedeuten, eine lange Schicht mit zu wenig Essen durchzuhalten.

Koche einmal und verwende Zutaten mehrfach

Statt für jeden Dienst ein neues Rezept zu suchen, kannst du wenige Zutaten unterschiedlich kombinieren.

Ein hypothetischer Plan für drei Nachtschichten:

Dienst Essen zum Mitnehmen Vorbereitung
Erste Nacht Linseneintopf mit Brot Beim Kochen zusätzliche Portionen abfüllen
Zweite Nacht Couscous mit Kichererbsen und gegartem Gemüse Gemüse für mehrere Mahlzeiten vorbereiten
Dritte Nacht Eine eingefrorene Portion Eintopf Im Kühlschrank auftauen und gründlich erhitzen

Die Gerichte sind Vorschläge, keine Preis- oder Ernährungsvorgaben. Wähle Lebensmittel, die du gern isst und gut verträgst. Eine billig gekochte Portion spart nichts, wenn sie unangetastet wieder nach Hause fährt.

Hülsenfrüchte können dabei eine preiswerte Alternative zu Fleisch sein. Die Verbraucherzentrale empfiehlt unter anderem, Fleisch und Fisch häufiger durch Gemüse, Hülsenfrüchte und Eier zu ersetzen, um die Lebensmittelkosten zu senken.

Passe die Verpflegung an deinen Arbeitsplatz an

Mit Kühlschrank und Mikrowelle: Eintopf, Suppe oder Gemüsegerichte lassen sich portioniert mitnehmen und aufwärmen.

Mit Kühlschrank, aber ohne Mikrowelle: Belegte Brote, kalte Gerichte oder Haferflocken mit Joghurt sind mögliche Alternativen. Bereite Mahlzeiten mit rohen Zutaten möglichst frisch zu.

Ohne Kühlschrank: Plane haltbare Lebensmittel wie Knäckebrot, ganzes Obst und eine kleine Portion Nüsse ein. Verderbliche Speisen brauchen eine zuverlässige Kühlung, etwa eine geeignete Kühltasche mit ausreichend Kühlakkus. Eine Tasche im Spind ersetzt keinen Kühlschrank.

Für vorgekochte Mahlzeiten empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung:

  • Gekochtes zügig abkühlen, größere Mengen dafür auf flache Behälter verteilen.
  • Im Kühlschrank bei höchstens 7 °C, besser unter 5 °C, lagern.
  • Erhitzte Mahlzeiten innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen oder einfrieren.
  • Mahlzeiten mit rohen Bestandteilen spätestens am Tag nach der Zubereitung essen.
  • Beim Aufwärmen mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen erreichen.

Für eine längere Schichtserie ist portionsweises Einfrieren deshalb sinnvoller, als sämtliche Mahlzeiten tagelang im Kühlschrank aufzubewahren.

Vergleiche die Kosten pro gegessener Portion

Beim Einkauf hilft der Grundpreis pro Kilogramm oder Liter, unterschiedlich große Packungen zu vergleichen. Großpackungen lohnen sich jedoch nur, wenn du den Inhalt auch verbrauchst. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin.

Für deinen Schichtalltag zählt zusätzlich die Frage: Was kostet die Portion, die du tatsächlich isst?

Eine günstige Kantinenmahlzeit kann gut in deinen Plan passen. Ebenso kann ein fertiges Supermarktgericht eine brauchbare Reserve sein, wenn die Alternative eine teurere Bestellung wäre. Vergleiche dafür deine tatsächlichen Ausgaben, einschließlich Getränken und gegebenenfalls Lieferkosten.

Hypothetisches Rechenbeispiel, keine aktuellen Marktpreise: Kostet eine gekaufte Mahlzeit 8 Euro und deine selbst zubereitete Portion einschließlich anteiliger Zutaten- und Energiekosten 3 Euro, beträgt der Unterschied 5 Euro. Bei zwölf ersetzten Mahlzeiten wären das rechnerisch 60 Euro. Zusätzliche Snacks oder weggeworfene Portionen verringern diese Ersparnis.

Plane auch den müden Feierabend ein

Nach der Nachtschicht sollte dein Essensplan möglichst wenig Arbeit verlangen. Lege dafür etwas bereit, das du ohne längeres Kochen essen kannst: etwa Brot mit passendem Belag oder eine vorbereitete Frühstücksportion im Kühlschrank.

Für den Dienst selbst hilft eine kleine Reserve. Knäckebrot oder Nüsse können liegen bleiben, wenn du sie nicht brauchst; beachte die Lagerhinweise auf der Verpackung. Getränke lassen sich ebenfalls vorab einplanen.

Ein gekauftes Brötchen ist kein gescheiterter Sparplan. Entscheidend ist, welche Käufe sich regelmäßig wiederholen und welche davon du unkompliziert ersetzen kannst.

Teile Lebensmittel und Kosten mit klaren Absprachen

Wenn du Lebensmittel mit anderen teilst, lohnt sich eine einfache Regel für Schichtessen. Sonst ist die vorbereitete Portion um 21 Uhr schon gegessen – und im Kühlschrank steht nur noch die leere Dose mit erstaunlichem Selbstbewusstsein.

Mögliche Absprachen sind:

  • Beschriftete Schichtportionen bleiben für den jeweiligen Dienst reserviert.
  • Gemeinsame Grundzutaten werden aus dem gemeinsamen Lebensmittelbudget bezahlt.
  • Persönliche Bestellungen und Extras werden nach eurer vereinbarten Regel verbucht.
  • Wer die letzte Reserve nimmt, setzt sie auf die Einkaufsliste.

Dafür genügt eine gemeinsame Notiz oder ein Haushaltsbuch. Nicht jede Scheibe Käse braucht eine Kostenstelle. Ein brauchbarer Schichtplan lässt Platz für Bequemlichkeit und gelegentliche Ausnahmen – und sorgt dafür, dass für die nächste Nacht trotzdem etwas zu essen da ist.

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