Wie du für eine Beerdigung budgetierst: Eine einfache Kosten-Checkliste

Author Marco

Marco

Veröffentlicht am

One‑Screen‑Summary (damit es sich kleiner anfühlt)

Für wen: Für dich, wenn du gerade organisieren musst (oder vorsorgen willst) und Angst hast, etwas zu übersehen oder „zu viel“ zu entscheiden.
Welche Entscheidung: Wie setze ich ein realistisches Budget aus Pflichtteilen + Wunschteilen zusammen?
So nutzt du es: Geh erst den Flowchart durch (5 Minuten), dann füll die druckbare Checkliste aus, während du mindestens drei Angebote vergleichst.

„Wollen Sie … bereits vorab eine Vereinbarung … treffen, fragen Sie nicht nur bei einem Bestatter nach, sondern bei mehreren!“ (Verbraucherzentrale)
Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/weitere-versicherungen/sterbegeldversicherungen-rechnen-sich-oft-nicht-24283


Warum Budget hier wirklich hilft (mit zwei Fakten, die den Druck rausnehmen)


Der 5‑Minuten‑Flowchart: Welche Budget‑Variante passt zu dir?

Start: Willst du vor allem Stress reduzieren oder Gestaltungsspielraum?

  1. Wenn Stress minimieren → wähle „Basis + 1 Wunsch
  • Basis: nur Pflichtblöcke (siehe Checkliste)
  • 1 Wunsch: z. B. Musik oder Blumenschmuck oder besondere Grabform
    → Ergebnis: wenige Entscheidungen, klare Vergleichbarkeit
  1. Wenn Gestaltung wichtig → wähle „Basis + Prioritätenliste
  • Basis bleibt fix
  • Prioritätenliste: ordne 5 Wunschpunkte in A (wichtig) / B (nice) / C (nur wenn problemlos)
    → Ergebnis: du kannst Angebote vergleichen, ohne dich zu verzetteln
  1. Wenn das Budget unklar ist → wähle „Drei‑Angebote‑Regel
  • Hole 3 schriftliche Leistungsbeschreibungen ein
  • Streiche zuerst Posten, die du später noch ergänzen kannst (Deko, Anzeigen, Extras)
    → Ergebnis: du kaufst keine Unsicherheit mit

Kostenblöcke verstehen: Was ist Pflicht, was ist Wahl?

Denk in Blöcken statt Einzelpreisen. Das macht Vergleiche fair.

1) Pflicht‑Block A: Bestatter‑Kernleistung

Typisch enthalten: Abholung/Überführung, hygienische Versorgung, Organisation/Formalitäten, Terminabstimmung, ggf. einfache Ausstattung.
Budget‑Logik: Das ist dein „Grundgerüst“ – hier lohnt sich die sauberste Leistungsbeschreibung.

2) Pflicht‑Block B: Ort/Beisetzung (Friedhof & Regeln)

Hier fallen Dinge an, die nicht vom Bestatter „gemacht“, sondern vermittelt/gebucht werden (Friedhof, Beisetzung, Ruhezeiten etc.).
Wichtig: Fristen sind Landesrecht. Beispiel Sachsen: Erdbestattung innerhalb von 5 Tagen, Feuerbestattung innerhalb von 7 Tagen nach Todeseintritt (Regelfall). Quelle: Sächsisches Bestattungsgesetz §19 https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/4526.6

3) Wahl‑Block C: Trauerfeier (Rahmen & Atmosphäre)

Redner:in, Musik, Trauerhalle, Ablauf, Drucksachen.
Budget‑Logik: Gut skalierbar. Du kannst „klein“ würdevoll machen, ohne alles zu streichen.

4) Wahl‑Block D: Grab/Markierung & Pflege (langfristig)

Grabart, Gestaltung, spätere Pflege.
Budget‑Logik: Das ist oft der Block mit der größten Spannweite – und mit Entscheidungen, die sich über Jahre auswirken (Pflegeaufwand, Verpflichtungen, Angehörige vor Ort).


Druckbare Entscheidungshilfe (eine Seite)

Kosten‑Checkliste + Angebotsvergleich (zum Ausdrucken)

Block Muss? (Ja/Nein) Fix oder variabel? Einmalig oder laufend? Im Angebot A/B/C enthalten? Notizen (Wünsche/No‑Gos)
A: Bestatter‑Kernleistung
B: Beisetzung/Ort (Friedhof etc.)
C: Trauerfeier (Redner:in/Musik/Halle)
D: Grab/Markierung/Pflege
Formalitäten (Urkunden, Meldungen)
Transport (Entfernung/Sonderwünsche)
Blumen/Deko
Anzeigen/Drucksachen
Zusammenkommen danach (Kaffee etc.)

Mini‑Regel daneben (handschriftlich):

  • Fix zuerst: A + B klären, dann C, dann D.
  • Nur ein „Herzens‑Extra“ fest zusagen, alles andere als Option markieren.
  • Leistungsbeschreibung schlägt Bauchgefühl: „Was ist genau enthalten?“ ist keine Unhöflichkeit.

Häufige Stolpersteine beim Budget (und wie du sie vermeidest)

  • „Paket“ ohne Details: Bestehe auf einer Liste der enthaltenen Leistungen (damit A/B/C nicht doppelt drin sind).
  • Verwechslung von Pflicht vs. Wunsch: Erst Pflichten sichern, dann Wünsche priorisieren.
  • Langfrist vergessen: Pflege/Verpflichtungen sind nicht „Deko“, sondern Planung für die Zukunft.
  • Zeitdruck unterschätzen: Fristen können eng sein (je nach Bundesland) – das ist ein Grund mehr, mit Blöcken zu arbeiten und nicht alles einzeln zu verhandeln. (Beispiel Sachsen: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/4526.6)

Quick recap (zum Abhaken)

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