Wie du um einen Erlass von Bankgebühren bittest: Einfaches Skript

Author Nadia

Nadia

Veröffentlicht am

Du bist nicht „schlecht mit Geld“, wenn du dich vor diesem Gespräch drückst. Bankgebühren fühlen sich oft unfair an, und gleichzeitig hat man Angst, abgewiesen zu werden. Genau deshalb hilft ein Skript: Du musst nicht spontan sein. Du musst nur ruhig bleiben und klar bitten.

Hier ist das Wichtigste vorweg: Du bittest um Kulanz, nicht um einen Gefallen. Du gibst der Bank eine einfache Möglichkeit, „Ja“ zu sagen.

Mini-Vorbereitung (2 Minuten)

Bevor du kontaktierst, notiere dir drei Fakten (kurz, nicht als Roman):

  • Welche Gebühr? (z. B. Kontoführungsgebühr, Karten-/Servicegebühr, Überziehungszinsen, Erinnerungsgebühr)
  • Wann? ([date] oder „im letzten Monat“)
  • Warum soll sie erlassen werden? (einmalig, Missverständnis, langer Kunde, Zahlung pünktlich, Umstellung/Fehler, finanzielle Belastung)

Wenn du Monee nutzt oder generell deine Ausgaben trackst: Ein Satz wie „Ich habe meine Kontobewegungen durchgesehen und die Gebühr ist mir aufgefallen“ gibt dir sofort mehr Sicherheit. Fakten beruhigen.

Telefonskript (Wort für Wort)

Start: „Guten Tag, ich habe eine Frage zu einer Gebühr auf meinem Konto. Können Sie mir bitte helfen, das kurz zu prüfen?“

Dann: „Ich sehe hier eine [Gebühr] vom [date]. Ich möchte darum bitten, dass diese einmalig aus Kulanz erlassen wird.“

Kurz begründen (ein Satz): „Ich habe das übersehen/Es war ein einmaliger Ausrutscher/Ich dachte, das sei abgedeckt/Es gab eine Umstellung, und ich möchte das gern klären.“

Konkrete Bitte wiederholen: „Können Sie die Gebühr bitte heute für mich entfernen bzw. zurückbuchen?“

Wenn sie fragen, warum: „Mir ist wichtig, die Kosten im Griff zu behalten. Ich habe meine Ausgaben geprüft, und diese Gebühr war nicht eingeplant. Ich möchte das sauber lösen.“

Chat-Skript (Copy & Paste)

„Hallo! Ich habe eine Frage zu einer Gebühr: [Gebühr] vom [date]. Ich bitte darum, dass die Gebühr einmalig aus Kulanz erlassen bzw. erstattet wird. Können Sie das bitte prüfen und für mich veranlassen? Danke!“

Optional, wenn du Kundentreue betonen willst (ohne zu argumentieren): „Ich bin seit längerer Zeit Kunde und würde mich über eine Kulanzlösung freuen.“

E‑Mail-Skript (mit Betreffzeilen)

Betreffoptionen:

  • „Bitte um Kulanz: Gebührenerlass für [Gebühr]“
  • „Anfrage: Erstattung einer Bankgebühr ([date])“
  • „Bitte um Prüfung und Kulanzlösung – [Gebühr]“

Textvorlage:

Guten Tag,

ich bitte um Prüfung einer Gebühr auf meinem Konto: [Gebühr] vom [date].
Ich möchte darum bitten, dass diese Gebühr einmalig aus Kulanz erlassen bzw. erstattet wird.

Kurze Einordnung: [ein Satz, z. B. „Es handelt sich um einen einmaligen Vorgang/Ich habe die Bedingung übersehen/Es gab eine Umstellung.“]

Können Sie mir bitte kurz bestätigen, ob eine Rückbuchung möglich ist und wie es weitergeht?

Vielen Dank und freundliche Grüße
[Name]

„Wenn sie X sagen, sagst du Y“ (Einwände ruhig kontern)

Wenn sie sagen: „Das geht leider nicht.“
Du sagst: „Verstehe. Können Sie bitte prüfen, ob eine einmalige Kulanz möglich ist oder ob Sie das an eine zuständige Stelle weitergeben können?“

Wenn sie sagen: „Das sind die Bedingungen.“
Du sagst: „Das verstehe ich. Ich bitte nicht um eine generelle Änderung, sondern um eine einmalige Lösung für diesen Fall. Was wäre der beste Weg, das zu beantragen?“

Wenn sie sagen: „Das wurde automatisch berechnet.“
Du sagst: „Danke, das hilft. Können Sie die Gebühr trotzdem als Kulanz erstatten oder eine Alternative anbieten, z. B. eine Anpassung für die Zukunft?“

Wenn sie sagen: „Wir können nur X anbieten (z. B. Ratenplan/Umstellung).“
Du sagst: „Okay. Wenn ein Erlass nicht möglich ist: Welche Option verbessert meine Situation am meisten—Gebühr reduziert, Tarif gewechselt, künftige Gebühren vermeiden?“

Was du sagst, wenn du dich schuldig fühlst

Du musst dich nicht rechtfertigen. Eine einfache, erwachsene Formulierung reicht:

„Ich übernehme Verantwortung dafür, und ich möchte es jetzt sauber lösen. Ich bitte um eine einmalige Kulanz.“

Das ist ruhig, klar, ohne Drama.

Wenn es beim ersten Versuch nicht klappt (Plan B)

  1. Nachfragen, wer entscheiden kann:
    „Wer ist dafür zuständig, Kulanzentscheidungen zu treffen, und wie erreiche ich diese Stelle am besten?“

  2. Anderen Kanal nutzen:
    Wenn Telefon „Nein“ sagt, versuche Chat oder E‑Mail. Unterschiedliche Teams, unterschiedliche Spielräume.

  3. Konkreter werden, ohne zu kämpfen:
    „Ich bitte um eine einmalige Erstattung und möchte vermeiden, dass das wieder passiert. Können wir gleichzeitig prüfen, welcher Kontotarif/die Einstellung dafür sorgt?“

  4. Wiederholen, aber freundlich:
    „Danke fürs Prüfen. Darf ich Sie bitten, es noch einmal als Kulanzfall zu prüfen? Ich wäre sehr dankbar für eine Ausnahme.“

Manchmal ist das nicht „ein Nein zu dir“, sondern ein „nicht bei dieser Person, nicht in diesem Moment“.

Nach dem Gespräch: Kurz absichern

Egal ob Zusage oder nicht, beende mit einem Satz, der Klarheit schafft:

  • Bei Zusage: „Super, danke. Wann sehe ich die Rückbuchung ungefähr auf dem Konto?“
  • Bei Ablehnung: „Danke für die Info. Welche konkrete Voraussetzung müsste erfüllt sein, damit es künftig nicht mehr passiert?“

Du gehst nicht nur mit einem Ergebnis raus, sondern mit einem System: weniger Gebühren, mehr Überblick, mehr Ruhe.

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